Zwischen Makrigialos und Goudouras, gebaut auf den Felsen neben der Öffnung der Schlucht von Pervolakia, blickt das Kloster von Agios Ioannis Kapsas seit Mitte des 15. Jahrhunderts auf das Libysche Meer und das Koufonisi.

Nach anderen Quellen geht sogar die Errichtung  des Klosters bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die Wahrheit ist, dass bis 1841 das Kloster aus einer, in der Höhle gebauten und mit wenigen Mönchzellen, kleinen Kirche bestand.

Aber seit 1841 ließ sich hier Joseph Vitsentzos oder Gerontoyannis nieder der das Kloster restauriert, neue Zellen und einen zusätzlichen Schiff in der Kirche hinzugefügt und insbesondere es auf der ganzen Insel, und darüber hinaus, berühmt gemacht hat. Es handelt sich hier um eine ziemlich umstrittene Persönlichkeit mit einem nicht so tugendhaften Leben, der aber nach dem Tod seiner Tochter seine Lebensroute geändert hatte und hier zum Kloster kam um Mönch zu werden. Die Gläubige strömten in Scharen um von der Nähe den wunderwirkenden Mönch zu sehen (es wird unter anderem erzählt, dass er Visionen sah, Krankheiten heilte und sogar auf dem Meer spazierte bis zum Koufonissi gegenüber). Die Gläubige brachten auch Offerten, die Gerontoyannis für die Entwicklung des Klosters nutzte. Das Werk von Joseph Gerontoyannis wurde von seinem Enkel fortgesetzt, der weitere Zellen gebaut hatte, die Ländereien züchtete  und  Wasser zum Kloster brachte.

Während der Besatzungszeit stellte das Kloster von Kapsa einen wichtigen Zufluchtsort dar, mit Griechen und Engländern die sich dort flüchteten bevor sie mit Unterseebooten nach Ägypten zur Flucht verholfen wurden. Folglich zwangen die Deutschen den Abt des Klosters (Hilarion Syntychaki) und die Mönche das Kloster zu verlassen.

Das Kloster von Kapsa das dem Agios Ioannis den Prodromos gewidmet ist, feiert jedes Jahr am 29. August wo Scharen von Gläubigen zusammenströmen. Neben den hervorragenden Blick lohnt es sich für den Besucher die wundervolle Ikonostase mit Schnitzwerk die von Chatziminas im Jahr 1869 gefertigt und von Antonis Alexandridis bemalt wurde, das Mosaik mit Seekiesel auf dem Boden der Kirche und die Höhle wo  Joseph Gerontoyannis lebte und nur 100 m. vom Kloster entfernt ist, zu besichtigen.

Es soll beachtet werden, dass die Besuchszeit des Klosters sowie die Kleidungsregeln sehr streng sind und  wie in charakteristischer Weise im Eingang angebracht ist: „Die Besuche der Frauen in Männerkleidung sind verboten“

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